Das Recht auf Glück
S03E04
München Mord · Staffel 3 · Termin offen · 20:15 Uhr · ZDF
Werner Bein, ein Richter am Amtsgericht, wird an der Isar in einem Zelt tot aufgefunden. Unklar ist zunächst, ob Fremdverschulden vorliegt. Gegen Leila Marschall, die aus der Psychiatrie ausbrach und im Büro des Richters randalierte, liegt eine Anzeige vor. Bein hatte ihr das Umgangsrecht für ihre 15-jährige Tochter Zoe entzogen. Leila war seit vier Monaten wegen paranoider Schizophrenie und Fremdgefährdung in der geschützten Abteilung der Psychiatrie. Leilas Noch-Ehemann Stefan ist mittlerweile mit Clarissa Bindewald liiert, die als Controllerin in seiner Brauerei arbeitet. Er ist überzeugt, dass seine Frau sein Unternehmen fast ruiniert hat. Als er ihr eröffnete, sich von ihr trennen zu wollen, soll sie ihn mit einem Messer angegriffen haben. Von Leilas Schwester Jennifer erfährt Schaller, dass ihre gemeinsame Mutter versucht hatte, sie als 10-Jährige in der Badewanne zu ertränken. Leila hatte sie gerettet, ihre Mutter hatte Suizid begangen. Dr. Laicher findet bei der Obduktion Desipramin in der Leiche, vermutlich war die Todesursache eine Überdosis eines Antidepressivums. Laicher geht von Fremdverschulden aus. Allerdings hatte sich der Richter die Antidepressiva selbst gekauft, was auf einen Selbstmord hindeutet. Dafür spricht auch, dass der verwitwete Bein eine Krebsdiagnose und keine Kinder hatte. Von Frau Dr. Färber, der Leiterin der Klinik, erfährt Schaller, dass Leila sich selbst eingewiesen hatte. In der Nacht findet Stefan Marschall Clarissa leblos auf dem Sofa. Flierl und Neuhauser entdecken in Clarissas Unterlagen belastende Dokumente. In einem Tagebuch beschreibt sie Stefan als angsteinflößend und demütigend, außerdem sammelte sie Belege für seine Steuerhinterziehung. Die Ermittler finden heraus, dass Stefan Leila manipuliert hatte, sodass sie selbst geglaubt hatte, ihn mit einem Messer angegriffen zu haben. Dr. Laicher stellt fest, dass Clarissa mit einem Pilzrisotto mit dem Pilz Trogia venenata vergiftet wurde. Stefan wird daraufhin wegen Mordverdachts vorübergehend festgenommen. Für Kriminaloberrätin Dr. Linda Hösl sind damit beide Todesfälle geklärt, Schaller zweifelt allerdings daran, dass Stefan Clarissa ermordet hat, weil dieser überrascht wirkte und die belastenden Beweise nicht entsorgt hatte. Für Flierl kommt Zoe als mögliche Täterin in Frage, weil aus ihrer Sicht Clarissa ihre Familie zerstört hatte. Schaller weist sich selbst in die Klinik ein, um das Vertrauen von Leilas Zimmergenossin Maja zu gewinnen, und erfährt so den Aufenthaltsort von Leila. Die Ermittler finden schließlich heraus, dass Jennifer ihre Schwester retten wollte, so wie sie es als Kind für sie getan hatte, und deswegen Clarissa vergiftete. Leila bittet ihre Schwester, sich von Psychologen helfen zu lassen, weil sie ein Recht auf Glück haben.